1. Südwestdeutscher Kunstpreis

„Porträt: Spiegel der Seele, Spiegel der Zeit“

Das Porträt Elke (Elke Twiesselman, Schauspielerin) wurde von 360 eingereichten Werken von einer sehr Fachkundigen Jury für die  Finalrunde ausgewählt und ist nun mit 54 anderen ausgewählten Werken in der Ausstellung, der für den 1. Südwestdeutschen Kunstpreis der Stiftung Kreissparkasse nominierten Kandidaten zu sehen.

Die Mitglieder der Jury:

Dr. Tobias Wall 
Kunsthistoriker, Stuttgart, Vorsitzender der Jury

Dr. Andrea Jahn
Leiterin der Stadtgalerie Saarbrücken, Saarbrücken

Christian Gögger
Leiter Kunstverein, Esslingen

Heinz Eininger
Landrat, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

Burkhard Wittmacher
Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Ende September wird die Jury die Gewinner des Haupt- und Förderpreises ermitteln. Der Publikumspreis wird am Abend der Vernissage vergeben.

Ausstellung 
Dienstag, 16. Oktober bis Freitag, 30. November 2018

Eröffnung / Vernissage
Montag, 15. Oktober 2018, um 19:30 Uhr

in der Kreissparkasse in Esslingen,

Bahnhofstraße 8, 73728 Esslingen

Entstehung der Portraits

© Diethard Sohn

Gegen Ende des Jahres 2004 wurde ich von dem Unternehmer und Kunst – Mäzen Toto Sugiri nach Indonesien eingeladen. Dort, so war der Plan, sollten meine comic – kubistischen Arbeiten ausgestellt werden. Ich blieb zwei Jahre.

Während meines Aufenthaltes in Jakarta von 2005 – 2007 veränderte sich die Malerei und ich wendete mich realistischen Portraits und realistischen Stillleben zu.  Zuerst waren es Aufträge, dann freie Arbeiten, was sich nach meiner Rückkehr nach Deutschland in ähnlicher Weise fortsetzte, allerdings nie ohne an den comic – kubistischen Bildern weiter zu arbeiten. So schickte ich z.B. comic – kubistische Werke, die in Jakarta und Bandung entstanden waren nach Deutschland zu meiner damaligen Galerie. Eine sehr erfolgreiche Ausstellung mit meinen Arbeiten während meiner Abwesenheit war “Out of the Common” im Galeriehaus 42, im Jahr 2006. Zwei weitere große Einzelausstellungen mit comic – kubistischen Werken fanden ebenfalls im Jahr 2006 in Bandung und in Jakarta unter der Regie von Eddy Sugiri statt.

© Diethard Sohn 2005

Inzwischen profitieren meine comic – kubistischen Werke stark von dieser Auseinandersetzung mit dem Realismus und es ergibt sich eine neue künstlerische Dimension.

Unten abgebildet dessen Vorläufer eines der ersten Portraits in dieser detailorientierten Art in Indonesien verblieben ist. Diese Arbeit entstand unmittelbar nach meiner Rückkehr und wurde im Jahr 2007 im Zusammenhang mit einer Ausstellung in der Galerie des Schlosses Elkerhausen von dem  Kunstmuseum Schloßmuseum Elkerhausen Dr. Krupp in Burgring 18,  35795 Weinbach in die dortige Sammlung zeitgenössischer Kunst integriert.

Am Anfang war die Birne

Es war einmal in Burgund. Genauer gesagt in einem kleinen Anwesen nahe dem Dörfchen Oulon. Einem Ort in dem einige Bewohner der Hauptstadt Frankreichs an Wochenenden und in den Ferien Zuflucht suchen. Es war einer jener Orte, die so eine bestimmte Schwerkraft haben. Ein Ort an dem man schnell zur Ruhe kommt und sich selbst mit der Welt in Einklang fühlt. Es war Markttag. Nach einem Guten Glas Wein bekam ich Lust einfach mal wieder nach der Natur zu malen. Ein wunderbares Licht drängte durch die offen stehende Eingangstür und verzauberte den Raum. Auf dem massivem Holztisch im Zentrum des Raumes lag die Birne, die ich nun auf der schwarz grundierten Leinwand nach zu moderieren begann. das geschah ohne jede Vorzeichnung. Zunächst mit Weiß, dann kamen lasierend die Farben hinzu.

Zwei Tage darauf malte ich eine Artischocke und einen Mülleimer, um dann weiter Skizzen für meine nächsten Comic-kubistischen Bilder zu machen.

Die Birne wurde zwei Jahre später in Stuttgart an einen Kunstsammler verkauft. Sie war der Anfang der späteren Serie von Quitten Stillleben, die sich als eigenständiges Projekt seither durch mein Werk ziehen.