Zarte Quittenblüten und kräftiges Blattwerk zeigen den empfindlichen Beginn der Fruchtbildung in einer nahen, flächigen Komposition.
„Quitte M-04“ richtet den Blick nicht auf die reife Frucht, sondern auf den Beginn ihrer Entstehung. Im Zentrum öffnet sich eine helle Quittenblüte, umgeben von kräftigen grünen Blättern und weiteren, teilweise angeschnittenen Blüten. Die Komposition wirkt nah und unmittelbar, als würde man direkt in das Innere eines Quittenzweiges blicken.
Die zarten weißlichen und rosafarbenen Blütenblätter stehen in deutlichem Kontrast zu den schweren, dunkelgrünen Blattflächen. Ihre feinen Adern, Faltungen und leicht unregelmäßigen Ränder werden präzise beschrieben. Gleichzeitig bleibt der Hintergrund sichtbar malerisch und strukturiert. Die botanische Genauigkeit verbindet sich dadurch mit einer eigenständigen, flächigen Bildwirkung.
Das Werk entstand 2021 in Acryl auf klassischem Kreidegrund auf einer Holztafel. Innerhalb der Quittenporträts nimmt es eine besondere Stellung ein: Es zeigt nicht die vollendete Frucht, sondern den empfindlichen Moment des Aufblühens. Wachstum, Vergänglichkeit und zukünftige Gestalt sind hier noch gleichzeitig im Bild angelegt.