Eine noch grünliche Quitte mit ausladendem dunkelgrünem Blattwerk und ruhiger, beinahe figürlicher Präsenz.
In „Quitte M-03“ steht eine noch grünliche Quitte ruhig und geschlossen vor einem hellen Bildgrund. Die rundliche Frucht trägt mehrere große, dunkelgrüne Blätter, die sich wie eine ausladende Krone über ihren Körper legen. Die Komposition erhält dadurch eine fast figürliche Haltung: Die Quitte wirkt gesammelt, zurückhaltend und zugleich körperlich präsent.
Die feinen Übergänge von Grün über Gelb bis zu erdigen Braun- und Rottönen lassen den unterschiedlichen Reifezustand der Schale sichtbar werden. Kleine Verletzungen und Unregelmäßigkeiten bleiben erhalten. Sie verleihen der Frucht ihre individuelle Geschichte und unterscheiden das Bild bewusst von einer idealisierten botanischen Darstellung.
Das 2021 entstandene Quittenporträt wurde in Eitempera auf klassischem Kreidegrund auf einer Holztafel gemalt. Das kühle Licht, der weiche Schatten und die präzise Wiedergabe der Blätter erzeugen räumliche Tiefe, ohne die Ruhe der quadratischen Bildfläche aufzulösen. Die Arbeit gehört zu den frühen Werken, in denen sich die Quitte zunehmend vom klassischen Stilllebenmotiv zum malerischen Gegenüber entwickelt.