Der Gitarrist, Gallionsfigur der Popmusik

© Diethard Sohn

Inspiriert durch ein Musikvideo der Band Psihomodopop entstand Der Gitarrist.  Erste Skizzen zu diesem Bild wurden bereits 1996 gezeichnet. In der ganz eigenen Art von Diethard Sohn. Dem Comic-Kubismus.

Diese ersten Skizzen entstanden  in Metkovic in Kroatien. Einige Monate später wurde eine erste Version des Gitarristen auf ein grösseres Querformat gemalt. In Eitempera. Es blieb unvollendet.

Indonesien Erinnerungen

Erst im Jahr 2005 während meines Aufenthaltes in Indonesien wurde „Der Gitarrist“ wieder zum Thema. Diesmal entfernte sich der Gitarrist von der ursprünglichen Motivation. Der Gitarrist war diesmal mit einer Hose mit Schlag  gekleidet. Auf der Hose waren  Blumenmuster. Das alles erinnerte stark an die Siebziger Jahre.

Erinnerungen an diese Zeit wurden durch Gespräche mit meinem Gastgeber wach. Diesmal war der Gitarrist in Öl gemalt.

Neue Farbigkeit

Im Jahr 2011 entstand erneut ein Gitarrist. Diesmal eine sehr farbenfrohe Fassung.  Expressive Linienführung und farbige Flächen bestimmten in diesem Gemälde den Rythmus. Dafür war Acrylfarbe gut geeignet.

Neue Fassung

Die hier gezeigte Weiterentwicklung des Motives in Öl auf Kreidegrund entstand im Jahr 2017. Diesmal als Grisaille angelegt. Die Formen erscheinen dreidimensionaler.

Portrait Francis Rossi (Status Quo)

Francis Rossi (Status Quo) © Diethard Sohn

Es war das Jahr 2007. Ich lernte Francis Rossi in London kennen. Ein Freund arrangierte das Treffen. Es war eine sehr freundliche und lustige Begegnung. Nach der Begrüßung betraten wir sein damaliges Haus. Mein Plan war es ein paar Fotos zu machen. Diese wollte ich dann als als Vorlagen für das Portrait zu nutzen. Es war davon auszugehen, dass Rossi keine Zeit haben würde um mir Model zu sitzen.
Wir sprachen ein wenig, dann packte ich den Fotoapparat aus. Damals hatte ich so eine Sony 2000F. Es war eine digitale Kamera mit Sucherschacht, ähnlich wie man es früher bei einigen 6 x 6 Kameras kannte. Das hat den Vorteil, dass man dem Anderen nicht ständig nur mit Kamera im Gesicht gegenübersteht.
Während ich die Kamera in Gang brachte scherzte mein Gegenüber und erzählte Geschichten..
Inzwischen befanden wir uns in der Küche seiner damaligen Villa. Als ich zu fotografieren anfing begann Rossi sich auszuziehen.
Gerade als er davon erzählte, dass sich fit halte und eifrig trainiere, und dabei seinen Bizeps mit gespielt wichtiger Mine anspannte .. klopfte es und die Tür ging auf. Seine Frau warf einen Blick in den Raum, sah uns da so sitzen, schüttelte kurz den Kopf und verschwand gleich wieder – wir sahen uns an. Etwas später erzählte Francis Rossi von Konzerten in Deutschland. Speziell von einem Konzert in Sindelfingen.
Irgendwann fragte er: „Diethard, welche Bedeutung hat dieser Name?“

.. Das war der Augenblick, den ich damals versucht habe in diesem Portrait einzufangen.

Francis Rossi (Status Quo) © Diethard Sohn
Francis Rossi (Status Quo) Diethard Sohn 2007 Acryl auf Leinwand 55 x 70 cm