Kuhportrait

Kuh 02

Noch bis 18. September im Zusammenhang mit der Salonausstellung Müller & Sohn im Kunstverein Ludwigsburg zu sehen.

Pferdeportrait

Das Enthüllungsvideo

Das Porträt als Auftragsarbeit

Nachdem das Porträt der “Reiswaffelfrau” auf Ausstellungen und in Zeitungen veröffentlicht war, entstand der Wunsch bei einigen Menschen ebenfalls auf diese Weise und aus der Sicht des Künstlers dargestellt zu werden. So kam es dann auch zu entsprechenden Auftragswerken.

 

“Die Porträtmalerei gab Sohn hindessen nie auf und nachdem die ersten Porträts in ihrer sehr detaillierten Malweise öffentlich ausgestellt wurden, entstand eine Nachfrage nach Auftragsarbeiten. In seinen Porträts geht es ihm nicht um die Kopie. Nicht das technische Abbild ist laut Sohn im Fokus seiner Malerei sondern „sich Strich für Strich dem Wesen der Dinge oder eines Menschen zu nähern, ohne Ablenkung durch theatralische Gesten oder Dekoration. Dabei kann ein Fleck auf einer Quitte im Stillleben so wichtig werden wie das Material eines Pullis im Portrait“.

Quelle: (Wikipedia)

Portrait der Schauspielerin Elke Twiesselmann .. in Arbeit

© Diethard Sohn 2015
Portrait Elke Twiesselmann
Diethard Sohn 2015
Acryl auf Leinwand
160 x 110 cm

Ein Auftragsporträt der besonderen Art

Die ersten Striche an einem neuen Auftragsportrait .. Alles noch sehr rudimentär, ein “Herantasten” an Form und Farben, an Hell und Dunkel und an die Struktur der Oberfläche ..

Die Porträts und ihre Entstehung

Die Porträtmalerei, dass menschliche Antlitz stand schon in sehr frühen Jahren meiner Jugend im Fokus meiner zeichnerischen und malerischen Arbeit. Irgendwann rückte dieses Interesse verstärkt in den Vordergrund, nämlich als  ich im Jahr 2004 mit meiner Malerei nach Indonesien eingeladen wurde:

Ich ging zu Fuß vom “Peak” in Bandung den Berg herunter. Irgendwann kam ich an einen Ort an dem Menschen musizierten, andere tanzten. Am Boden saß eine ältere Dame, vor ihr ein Holzkohlen-Grill auf dem sie Reiswaffeln und mit einen scharfen Gemüse machte. Sie bot mir von dem Essen an, ich bezahlte und nahm das in ein Bananenblatt gehüllte Gemüse und die Reiswaffel. Als ich so da saß und aß beobachtete mich die ältere Dame und lächelte. Ihr Ausdruck gefiel mir und ich fragte sie ob ich sie fotografieren und malen dürfe. Zu Hause angekommen druckte ich mir mehrere der Fotos auf A4 Papier aus, legte diese vor die Staffelei und begann das Gesicht auf der Leinwand zu modellieren, ähnlich wie man einen Kopf aus Ton danach modellieren würde. Ich näherte mich Strich für Strich der Form und dem Ausdruck, den ich von der “Reiswaffelfrau” in Erinnerung hatte. So entstand das Bild der Reiswaffelfrau, eines der ersten Porträts dieser Art.

Quittenernte

Vor meinem Atelier wächst ein alter Quittenbaum. Jedes Jahr im Herbst ist es dann so weit – Quittenernte. Und jedes Jahr male ich einige dieser individuellen Früchte in ihrem prallen Gelb – oder auch diversen Grüntönen. Ich freue mich schon darauf. Hier ein paar Objekte des vergangenen Quittenjahres.

Zur Malerei

Bei diesen Quittenstillleben habe ich mich im Gegensatz zu den früheren Porträts, bei denen keinerlei Atmosphäre erzeugt werden sollte, die nicht vom Porträt selbst ausging, zu einem Lichtverlauf im Hintergrund entschieden. Dieser Hintergrund suggeriert eine Räumlichkeit und erzeugt natürlich eine Stimmung. Mit dem Lichtverlauf geht eine feine Strukturierung einher, die diese Atmosphäre unterstreicht. Die Tönung bewegt sich zwischen Umbratönen, Grau und einen Hauch von Ocker. Ab und an schimmert auch etwas vom Umbra-Untergrund durch, ähnlich wie wir das aus der Grisaille kennen. Im Kontrast dazu präsentiert sich dann die Quitte selbst recht deutlich im Raum.